Hilfe Wasserrute!

Badespaß mit Folgen!

Die ersten Krokusse blühen, die Sonnenstrahlen werden wärmer. Für viele Vierbeiner Grund genug die Badesaison zu eröffnen. An sich kein Problem, es sei denn du hast einen empfindlichen Hund!

Gestern war Mona noch munter, doch seit heute morgen ist sie wie verwandelt. Keine Begrüßung, kein Schwanzwedeln und das Futter will ihr auch nicht so recht schmecken.

Was ist passiert? Eigentlich nichts weiter. Mona war am Tag zuvor glücklich durch den Wald gelaufen und hatte viel Spaß. Zum Ende des ausgiebigen Spazierganges, wollte sie unbedingt noch in ihren geliebten See springen und eine Runde schwimmen. Es war das erste Mal seit dem Winter, dass Mona da Lust zu hatte. Danach ging es nach Hause und am nächsten morgen zeigte Mona plötzlich dieses seltsames Verhalten.

Die Schwellung des Schwanzansatzes, die Rutenhaltung die Mona hier auf dem Bild zeigt, ihre Berührungsempfindlichkeit am Ruten Ansatz, das Schwimmen am Tag zuvor. Es passt alles gut zusammen. Diagnose: Wasserrute!

Wodurch genau die Wasserrute ausgelöst wird ist bis heute unbekannt. Man vermutet eine lokale Entzündungsreaktion durch Minderdurchblutung des Gewebes am Ruten Ansatz, eine Art Verstauchung der Schwanzwirbel Gelenke oder eine Minderdurchblutung der Muskulatur. Genaues weiß man nicht.

Da die Erkrankung aber meist folgt wenn auf eine ausgiebige Phase der Bewegung ein Bad im See folgt, könnte die Vermutung nahe liegen, dass es eine Art ‚Schockreaktion‘ am gut durchbluteten Gewebe ist, welches durch zu schnelles Abkühlen mit einer Entzündung reagiert.

Auf keinen Fall sollte man hier ein paar Tage abwarten. Eine Wasserrute ist extrem schmerzhaft. Ich stelle mir das ein bisschen so wie einen Hexenschuss vor. Je schneller eine Behandlung erfolgt, desto schneller geht es dem Hund wieder gut!

Wenn ihr euch nicht sicher seid, fragt bei eurem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Osteopathen nach.

In diesem Sinne, kommt gut in den Sommer und genießt die ersten Frühlingsboten!

Eure Frau Faber