Über die Regenbogenbrücke

Sterbebegleitung, wie kann das aussehen?

Das Sterben ist eine heilige Zeit, die der Seele Raum gibt, unerledigte Dinge aufzuarbeiten und sich intensiv auf den Austritt, aus der materiellen Welt, vorzubereiten. Die Begleitung ihres sterbenden Tieres, ist auch eine Zeit des gemeinsamen Wachstums.  Vielleicht ist es das erste Mal, dass sie ein Tier begleiten. Vielleicht haben sie auch schon Erfahrungen sammeln können, sind sich aber dennoch nicht sicher, ob sie alles richtig machen. Vielleicht können ihnen die folgenden Zeilen schon all Ihre Fragen beantworten.

Meist begreifen wir den Sterbeprozess erst als endgültig, wenn das Tier schon sehr weit in diesem Prozess fortgeschritten ist. Unser geliebtes Tier scheint von einem Tag auf den anderen zu beschliessen, dass es nun an der Zeit ist zu gehen. Uns trifft diese Entscheidung meist sehr unerwartet. Sie holt uns aus dem Alltag heraus und konfrontiert uns mit einer Realität, die wir ausgeblendet haben. Es geht vielen Menschen so, denn wir leben in einer Zeit und einer Kultur, in der das Leben zelebriert wird, das Sterben und der Tod jedoch keinen Platz haben. Zu gross ist die Angst vor dem, was danach sein oder nicht sein könnte.

Es ist die Angst vor dem Unbekannten, der wir uns in dem Moment, wenn unser Tier stirbt, stellen müssen. Hinzu kommen Verlustängste, die Angst davor etwas falsch zu machen oder von dritten beurteilt zu werden, die Angst vor Schmerz und Leid, die wiederum eine Reihe von Ängsten, hinsichtlich der Entscheidungen, die wir treffen wollen, schürt. Es ist wahrlich keine einfache Zeit. Wir sehen uns der Frage gegenüber, ob wir unser Tier einschläfern lassen sollen oder nicht. Sehr häufig, kommen Zweifel auf, ob es richtig ist, das Tier seinen Weg allein gehen zu lassen, denn es fällt uns schwer zu beurteilen, ob das Tier leidet oder nicht. Wieviel darf mein Tier leiden im Sterbeprozess? Was ist wirklich zumutbar?

Wie kann die letzte Sterbephase aussehen?

Die letzte Sterbephase, das Verlassen der Seele, kann man mit der Geburt vergleichen. Wie die Wehen, lassen sich rhythmisch auftretende Wachphasen und wieder Phasen der ‚Hinüberschau’ beobachten. Die Tiere zeigen dieser Phase des Loslassens unter anderem Verhaltensweisen wie: scheinbar ins Nichts starren oder auch immer wieder einen Punkt im Raum fixieren und anstarren. Manchmal schreien sie plötzlich auf oder sie versuchen aufzustehen und zu laufen, obwohl sie sich kaum noch auf den Beinen halten können. Für uns ist das kein schöner Anblick. Es zerreist uns förmlich das Herz. Daher hilft es zu verstehen was genau passiert.

Das Tier nimmt nun die Energien wahr, die sich versammelt haben, um die Seele sicher hinüber zu begleiten. Die letzten Energien im Körper, die die Seele an die Materie binden, müssen abgebaut werden und für uns schaut es so aus, als bäume sich das Tier auf und leide unsägliche Schmerzen und manchmal ist dies auch der Fall. Denn auch Schmerzen helfen dabei den Körper loszulassen.

Die meisten Tiere schlafen in dieser letzten Phase kaum noch oder nicht mehr sehr fest, wirken aber häufig so, als seien sie am Tagträumen. Manche Tiere stellen die Nahrungsaufnahme ein und es kann bis zu 14 Tagen (in seltenen Fällen auch länger) dauern, bis sie soweit sind den Körper zu verlassen. Besonders bei Katzen, erlebe ich jedoch auch immer wieder, dass diese fast bis zum letzten Tag noch fressen. In den letzten Tagen kann es auch dazu kommen, dass die Tiere sich aufbäumen, schreien und Krämpfe entwickeln. Dies wird meist durch chemische Reaktionen im Körper hervorgerufen. Die Ursache hierfür ist in der Regel, dass Stoffe aus dem Blut, über die Blut-Hirnschranke ins Gehirn gelangen und hier epileptiforme Anfälle auslösen. Diese sehen sehr dramatisch aus, sind in der Regel aber nicht schmerzhaft. Diese Krämpfe treten, wenn sie auftreten und nicht durch eine Meningitis oder Staupe ausgelöst sind, meist zwischen 1-3 Tagen vor dem körperlichen Tod auf.

Einschläfern ‚Ja’ oder ‚Nein’?

Diese Frage können sie nur selber beantworten. Niemand von uns ist bis jetzt gestorben, daher können wir auch nicht wissen was richtig und was falsch ist. Auch der Tierarzt, der vielleicht das Leid nicht ertragen kann und einschläfern möchte, kann Ihnen keine Garantie dafür geben, dass dies der richtige Schritt ist. Am Ende des Tages sind die selber es, die mit ihrer Entscheidung weiter leben muss.

Vielleicht hilft ihnen jedoch folgende Faustregel, die sich in der Praxis als sehr gute Orientierungshilfe erwiesen hat: So lange Sie sich die Frage stellen, ob der richtige Zeitpunkt schon gekommen ist oder noch nicht, lassen Sie Ihr Tier nicht einschläfern. Sollte Ihr Tier diese Hilfe benötigen, werden Sie es unumstösslich spüren. Sie werden ohne Hektik und Angst den Tierarzt ins Haus bestellen und Ihr Tier im Kreise derer, die dabei sein sollen, einschläfern lassen. Aus meiner Erfahrung ist dies nur in sehr wenigen Fällen nötig.

Mein Tier ist gestorben, was nun?

Nachdem die Seele den Körper verlassen hat, sollten Sie sich Zeit nehmen, bevor Sie Ihr Tier beerdigen. Die Seele ist noch mit dem Körper verbunden – ich sehe diese Verbindungen immer als Silberfäden – und es braucht ein bisschen Zeit bis auch diese letzten Verbindungen gelöst sind. Sie können sich zu Ihrem Tier setzten und sich in Ruhe verabschieden. Folgen Sie Ihrem Bauchgefühl. Manchen Menschen tut es gut eine Kerze anzuzünden und sich vorzustellen, wie das Licht der Kerze der Seele den Weg weist. Sie können auch den Platz schmücken auf dem Ihr Tier liegt, Musik anmachen oder sich einfach still dazu setzten und sich noch einmal verabschieden. Lassen Sie sich Zeit. Auch hier werden Sie es spüren, wenn es soweit ist, das Tier  loszulassen, zu beerdigen oder zur Einäscherung, abholen zu lassen. Hierfür gibt es inzwischen einige Tierkrematorien bspw den Rosengarten:

https://www.kleintierkrematorium.de

Wenn sie möchten begleite ich sie und ihr Tier

Ich stehe mit Rat und Tat zur Seite, erkläre ihnen wo sich ihr Tier im Sterbeprozess befindet und wirke mit Homöopathischen Mitteln so ein, dass wir ihr Tier optimal begleiten können. Wenn sie sich für das Einschläfern entscheiden, stehe ich ihnen auch hier mit Rat und Tat zur Seite, sowohl während des Prozesses, als auch hinterher, so dass sie wirklich loslassen und ihrem Tier liebevoll und angstfrei das letzte Geleit geben können.

 

Ihre Homöo Faber


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